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Nicht jeder Mensch hat schöne und gerade gewachsene
Naturnägel. Nachfolgend eine kleine Übersicht verschiedener Nageltypen sowie
einige Hinweise, wie Sie hier am besten vorgehen, wenn Sie sich die Nägel
selbst modellieren.
Fächernagel
Beim Fächernagel ist das freie Nagelende zu breit gewachsen.
Während der Vorbereitung können Sie mit einer Feile (320er Körnung) das freie
Nagelende, entlang der Seitenlinien, schmaler und somit in Form feilen.
Löffelnagel
Bei dem Löffelnagel zeigt das freie Nagelende nach oben.
Hier ist es wichtig, dass das freie Nagelende kurz ist, max. 113 des
Gesamtnagels. Bei Löffelnägeln besteht immer die Gefahr, dass sich durch die
Hebelwirkung die Nagelplatte vom Nagelbett löst. Ist das freie Nagelende zu
lang, kann es schnell zu schmerzhaften Verletzungen kommen.
Rillen auf der Nagelplatte
Haben Sie Längs- oder Querrillen auf der Nagelplatte,
sollten Sie diese, bevor Sie mit dem Tipkleben beginnen, mit Modellagematerial
(Gel oder Acryl) auffüllen und sich so einen ebenen Untergrund schaffen, damit
dann z.B. der Tip (die Verlängerung) besser hält.
Schmale und/oder enge Nägel
Durch die schmale und nach innen gerollte Form des
Naturnagels kann es passieren, dass sich der Tip nach einigen Tagen vom
Naturnagel löst, Kontrollieren Sie dies und reparieren es dann
schnellstmöglich.
Bei den bisher genannten Nagelformen ist es kein Problem,
wenn Sie sich die Nägel selbst modellieren. Bei der nachfolgenden Nagelform
sowie bei Nagelbeisserinnen, sollten Sie die Arbeit lieber dem Fachmann/der
Fachfrau Liberlassen. Die Vorbereitung und die Modellage an sich sind hier schwieriger,
es kann schneller zu Ablösungen und Liftings bis hin zu Verletzungen kommen.
Krallennagel
Beim Krallennagel ähnelt das natürliche Wachstum des Nagels
einer Kralle. Grundsätzlich ist es hier sehr schwierig, mit einer Verlängerung
(dem Tip) zu arbeiten, da dieser sich durch die Krallenform des Naturnagels immer
wieder löst. Besser wäre die Anwendung der Schablonentechnik durch eine
ausgebildete und kompetente Nagelmodellistin.
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Zum Lackieren der fettfreien Nägel werden die Finger wie beim Feilen gehalten. Die Nägel werden zunächst mit einer dünnen Lackschicht bedeckt. Dazu wird der Pinsel jeweils etwas unterhalb der Mitte der Nagelplatte aufgesetzt, bis zum Möndchen bzw. zur Nagelhaut geschoben und dann in einem Zug zur Nagelspitze hin durchgezogen.
Damit die Lackierung gleichmäßig wird und haltbar bleibt, trägt man eine zweite dünne Schicht Nagellack auf, wenn die erste vollständig durchgetrocknet ist. Bei fehlerhaften Lackierungen sollte nicht ausgebessert, sondern vollständig neu lackiert werden.
Decklacke überziehen die Nägel mit einer undurchsichtigen farbigen Schicht. Wenn man Decklacke verwendet, kann die Form der Lackierung die Wirkung ungünstigerer Nagelformen verbessern.
Farblose Transparentlacke werden häufig als Unterlacke eingesetzt. Sie können Unebenheiten in der Nagelplatte ausgleichen, die Nagelplatte härten und sie vor Verfärbungen durch Decklacke schützen.
Das Polieren der Nagelplatte wird hauptsächlich bei der Maniküre an Herren durchgeführt. Die Nägel werden gründlich mit einem Zellstofftuch abgerieben, sodass sie matt glänzen
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Bei einer fachgerechten Hand- und Nagelpflege wird auch die Nagelhaut besonders gepflegt.
Zunächst werden die Finger in das Nagelbad getaucht. Es besteht aus warmem Wasser, einer waschaktiven Substanz und Wasserstoffperoxid, das etwa 1 %ig in der Lösung vorliegt. Das Nagelbad reinigt, desinfiziert, bleicht und erweicht die Nagelhaut.
Nach dem Abtrocknen kann Nagelhautentferner aufgetragen werden. Nach kurzer Einwirkzeit wird das Nagelhäutchen mit einem Holzstäbchen oder „Pferde-'¢ füßchen" zurückgeschoben bzw. wegradiert. Die Reste des Nagelhautentferners müssen gründlich abgespült werden. Die folgende Säurespülung neutralisiert und adstringiert.
Das Schneiden zum Entfernen der Nagelhaut erfordert besondere Vorsicht, weil kleinste Fehler zu schmerzhaften Wunden führen können. Nach dem Auftragen einer fettreichen Creme auf die Nagelhaut wird diese mit einem Heber vorsichtig von der Nagelplatte gelöst. Die Nagelhaut wird geschnitten ohne die Schere abzusetzen. Die Nagelplatte kann anschließend mit dem „Pferdefüßchen" geglättet werden. Noch hervorstehende, verhornte Hautteilchen können vorsichtig mit der Hautzange abgezupft werden.
Zum Abschluss werden Nagelöle oder -cremes aufgetragen, die die Nagelhaut geschmeidig machen.
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Zum Nagellackentfernen werden Wattepads mit dem Entferner beträufelt und in drehenden Bewegungen vom Möndchen zur Nagelspitze gezogen. Die Watte soll häufig gewechselt werden, um den Nagellack leicht und vollständig entfernen zu können.
Zum Kürzen und groben Vorformen verwendet man je nach Härte und Dicke der Nägel Nagelscheren oder Nagelzangen. Zur feineren Formveränderung werden die Nägel gefeilt. Dazu benutzt man Diamantfeilen und Sandpapierfeilen verschiedener Feinheitsgrade.
:Die Feile liegt dabei auf Daumen und kleinem Finger. während Zeige-, Mittel- und Ringfinger die Feile von oben halten. Sie wird etwas schräg unter der Nagelplatte angesetzt und in langen Zügen jeweils nur in einer Richtung von den Ecken zur Nagelspitze geführt. Die Nagelecken müssen weich und rund ausgefeilt werden. Mit einer feinen Sandpapierfeile werden abschließend die scharfen Kanten abgerundet. Dazu wird die Feile in kurzen, drehenden Zügen von oben nach unten über die Nagelkante geführt.
Bei den Nägeln gelten häufig ovale, spitze Formen als Ideal. Es ist jedoch nicht sinnvoll, jede Nagelform diesem Ideal anzugleichen.
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Erst wenn der Aufbau und die Vorgänge beim Wachstum der Fingernägel bekannt sind, lässt sich fachgerecht beurteilen, wie eine vollständige Maniküre mit großer Sorgfalt durchgeführt werden muss. Schon kleinste Fehler bei der Behandlung können zu schmerzhaften Verletzungen oder sogar zu Wachstumsstörungen am behandelten Nagel führen.
Die feste Nagelplatte besteht aus mehreren Schichten verhornter Zellen, die fest miteinander verkittet und durchscheinend sind. Sie ist zu den Seiten gewölbt und in die Haut des dritten Fingergliedes eingebettet.
Die Einsenkung der Nagelplatte in die Häut wird als Nagelfalz bezeichnet. Der Hautbereich des Fingergliedes, der den Nagelfalz umgibt und gewölbt ist, heißt Nagelwall.
Der untere, halbmondförmige Teil der Nagelplatte, der weiß schimmert, wird Möndchen genannt. Auf dem Möndchen und teilweise auf den seitlichen Rändern der Nagelplatte befindet sich die Nagelhaut. Sie verhindert, dass Fremdstoffe und Krankheitserreger zur Wurzel des Nagels vordringen können.
Unter den sichtbaren Bestandteilen des Nagels liegen die Teile, die für das Wachstum des Nagels verantwort
lich sind. Die Nagelplatte ist fest mit dem Nagelbett verhaftet und überdeckt dieses. Die oberste Schicht des Nagelbettes, die Keimschicht, ist von Blutgefäßen durchzogen und verleiht dem Nagel das rötlich schimmernde Aussehen. Die Keimschicht beeinflusst das Dickenwachstum der Nagelplatte. Eine Nagelplatte kann etwa 0,3 mm bis höchstens 1 mm dick werden.
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Zur Verlängerung des Nagels wird ein Kunststoffnagel, Tip genannt, auf den natürlichen Nagel geklebt. Zur Auswahl. stehen vorgefertigte Kunststoffspitzen in vielen verschiedenen Formen sowie Längen und Spitzen, die auf die gewünschte Länge gefeilt werden können. Dann wird auf Naturnagel und Tip ein Kunststofffilm aufgebracht, der aushärten muss. Der so verlängerte Nagel ist glänzend und durchscheinend, er ist in der Regel elastischer und härter als ein gesunder Naturnagel.
Das Problem bei der Nagelverlängerung besteht darin, dass die verwendeten Kunststoffkleber nicht ohne weiteres und nicht dauerhaft auf dem Naturnagel haften.
Es sind viele Materialien und Verfahren entwickelt worden, um einen Kunststoff auszuhärten und haltbar mit dem Naturnagel zu verbinden. Fiber-glas, Acryl, synthetische Seiden und andere Stoffe werden in Ein- oder Zweikomponenten-Systemen verwendet, um Nägel künstlich zu verlängern. Immer häufiger wird die Lichthärtungsmethode eingesetzt, wobei Kunststoffe durch UVA-Licht ausgehärtet werden.
Mit den beschriebenen Stoffen und Verfahren lassen sich ebenfalls Nagelplatten verstärken und Unebenheiten ausgleichen.
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Die Fingernägel bilden zusammen mit den Fingern eine Einheit, die das wichtigste Tast- und Greiforgan des Menschen ist. Fehlen Fingernägel, so ist die Greiffähigkeit wesentlich beeinträchtigt: Einen feinen Gegenstand, z. B. eine. Stecknadel, ohne die Hilfe der Fingernägel anzuheben, ist sehr schwierig. Die zahllosen Tätigkeiten, die die Hände täglich ausüben, wären ohne die Fingernägel häufig schmerzhaft. Sie schützen die empfindlichen Fingerkuppen, die von Nerven und Blutgefäßen durchzogen sind.
Die Nägel haben für uns Menschen. ,auch eine schmückende Funktion. Die Formung *Und die farbli= che Gestaltung der Nägel gehören zur Kosmetik, wie z. B. das Erstellen eines Make-up, und bestimmen ebenso das Gesamterscheinungsbild des Menschen. Dabei ist die Gestaltung der Fingernägel auch Ausdruck des persönlichen Geschmacks. Jedoch reichen dekorative kosmetische Behandlungen der Fingernägel nicht aus. Schön geformte und lackierte Nägel wirken nur in Verbindung mit gepflegten Händen. Die Haut der Hände und die Fingernägel benötigen besondere Pflege, weil sie häufiger und intensiver schädlichen Belastungen ausgesetzt sind als andere Hautbezirke bzw. Anhangsgebilde der Haut.
Jede Maniküre im Friseursalon beginnt immer mit einem Beratungsgespräch, bei dem u. a. die Nägel und
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